Sportmedizin

Sport unterstützt bei der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen. Für Menschen, die neu mit dem Sport beginnen oder Vereins-/Leistungssport betreiben möchten, bieten wir sowohl Vorsorgeuntersuchungen als auch eine Leistungsdiagnostik an. Die Ausübung regelmäßigen Sports - oder besser: regelmäßiger körperlicher Aktivität - hat in den vergangenen Jahren eine zunehmend an Bedeutung in der Vorsorge und Behandlung zahlreicher Krankheitsbilder gewonnen. Das Spektrum der Erkrankungen, das durch regelmäßige körperliche Aktivität positiv beeinfluss werden, reicht von Erkrankungen des Stütz- und Bindegewebes über Krebserkrankungen (Brust- und Darmkrebs) bis hin zu psychischen Erkrankungen (Depression).
Eine besondere Rolle kommt dem Sport in der Prophylaxe und Therapie von Herz- und Kreislauferkrankungen zu. So hat regelmäßige körperliche Aktivität positive Effekte auf die meisten Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen: Sie senkt den Blutdruck, beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv, führt zur Gewichtsreduktion, verbessert die Blutzucker-Verstoffwechselung bei Diabetikern und hilft sogar bei der Raucherentwöhnung. Aber auch bei herzkranken Patienten - u. a. nach Herzinfarkt - hat die Aufnahme von regelmäßigem (Ausdauer-) Sport seinen Nutzen eindeutig bewiesen. Eine Ausnahme hiervon stellen akute Erkrankungen des Herzens (z.B. die Herzmuskelentzündung) oder unbehandelte, schwere Herzklappenfehler dar.
Auf der anderen Seite tragen Sportler jedoch auch ein deutlich erhöhtes Risiko für den so genannten plötzlichen Herztod. Dieses Risiko ist im Vergleich zur nicht-sporttreibenden Normalbevölkerung sogar um das 3,5- bis 4-fache erhöht. Ursächlich hierfür sind in jüngerem Alter vor allem Erkrankungen des Herzmuskels, bei älteren Menschen liegen dem plötzlichen Herztod meist Durchblutungsstörungen des Herzens ("Koronare Herzerkrankung") zugrunde. Diesem erhöhten Risiko wird in einigen Ländern dadurch Rechnung getragen, dass vor der Ausübung von Vereins- oder Leistungssport sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen vorgeschrieben sind. Hierdurch ist es z.B. in Italien gelungen, das Risiko des Plötzlichen Herztodes unter das der Normalbevölkerung zu senken.

Abbildung 1: Corrado D, Basso C, Pavei A, Michieli P, Schiavon M,Gaetano T. Trends in sudden  cardiovascular death in young competetive athletes after implementation of a preparticipation screening program. JAMA 2006; 296:1593-1601.

In Deutschland wird die Vorsorgeuntersuchung zwar von den entsprechenden Fachgesellschaften ebenfalls empfohlen, die Kosten werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und sind daher vom Patienten selbst zu tragen (weitere Informationen).

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